Blickpunkt Energie-Sparen
Blickpunkt Energie-Sparen bietet Ihnen Aktuelles aus der Welt des Energiesparens und der Weniger-Verbrauch-Geht-auch-Initiative. Hier finden Sie Berichte über neue Geräte, neue Techniken und die Menschen dahinter, die Sie kommentieren und um Ihre Erfahrungen anreichern können. Außerdem informieren wir Sie hier über den Fortgang unserer Aktionen, Impressionen und Teilnehmer sowie Einsparrekorde in der Community.
Saubere Wäsche mit weniger Energie
Waschmaschinen gehören heute zu den Geräten, bei denen die effiziente Nutzung der Sekundärenergie einen hohen Grad erreicht hat. Fast alle auf dem Markt befindlichen Produkte sind mit den höchsten Energielabels ausgezeichnet - von A bis A++. Trotzdem hat die Nutzung der Waschmaschine noch ein erhebliches Sparpotenzial. Dieses Potenzial möglichst vollständig auszuschöpfen, hängt entscheidend von dem optimalen Gebrauch des Gerätes ab. Wir möchten Ihnen daher hier ein paar Tipps präsentieren, wie Sie die Energieeffizienz beim Wäschewaschen weiter steigern können.
Maschine an die Familiengröße anpassen
Es gibt inzwischen Waschmaschinen in den unterschiedlichsten Größen. Das Fassungsvermögen kann 4,5 Kilogramm betragen, aber auch bis zu 12 Kilogramm. Der Wert bezieht sich auf das Gewicht der trockenen Wäsche. Zwar gleicht die so genannte Mengenautomatik, mit der viele Geräte inzwischen ausgestattet sind und bei der mittels Sensoren das Gewicht der eingefüllten Wäsche gemessen wird, den Verbrauch etwas aus. Trotzdem sollte man sich in einem Singlehaushalt besser für eine kleine Maschine entscheiden.
Maschine richtig füllen
Die Waschmaschine sollte stets optimal gefüllt werden. Nur mit einer vollen Waschmaschine erreicht man die höchste Effizienz. Zwar verfügen viele Geräte über Sparprogramme oder auch eine „1/2-Taste“, um der Maschine zu signalisieren, dass sie nur halb befüllt ist. Solche Programme sparen allerdings nicht die Hälfte sondern nur unwesentlich Energie ein.
Andererseits sollte die Maschine auch nicht überfüllt werden. Zwischen dem Wäscheberg und der Trommel sollte eine Hand gut Platz haben.
Niedrigere Temperaturen wählen
Waschmaschinen brauchen fast 80 Prozent der Energie allein für das Aufheizen des Wassers. Daher lässt sich mit der optimierten Auswahl der Waschtemperatur enorm Energie sparen.
Um es einmal ganz einfach zu formulieren: Die Zeit der Kochwäsche ist vorbei! Nur wenn man wirklich extrem verschmutze Wäsche reinigen muss, sollte man den Regler auf 90 Grad einstellen. Ansonsten reichen 60 Grad meistens völlig aus. Um Keime abzutöten, genügt es, wenn die Wäsche ab und zu mit höherer Temperatur gewaschen wird. Sinnvoll ist bei starken Verschmutzungen auch das vorherige Einweichen.
Normal schmutzige Wäsche wird sogar bei 40 Grad ausreichend sauber. Dieser Effekt ergibt sich aus den Eigenschaften moderner Gewebe, der hohen Qualität der Waschmittel sowie aus den mechanischen Eigenschaften der Maschine selbst. Unser Tipp: probieren Sie doch einmal aus, welche Ergebnisse Sie bei den verschiedenen Arten von Textilien mit 30 Grad erzielen.
Vorwäsche muss nicht sein
Verzichten Sie auf die Vorwäsche. Die Waschergebnisse werden durch deren Gebrauch nicht verbessert.
Angepasstes Schleudern
Die Auswahl der Schleudergeschwindigkeit sollte an die nachfolgende Trocknung angepasst werden.
Wer seine Wäsche in einem Wäschetrockner steckt, muss natürlich eine möglichst hohe Drehzahl einstellen, da das Schleudern wesentlich weniger Energie verbraucht als die Heißluftrocknung. Mindestens 1.200 Umdrehungen pro Minute sollten es dann schon sein. Ein Beispiel: Wenn Ihre Waschmaschine statt nur 1.000 U/min etwa 1.600 U/min hat, sparen Sie beim Trocknen etwa 15 Prozent Energie – bei 1.800 U/min sogar bis zu 25 Prozent.
Dagegen kann man für das Trocknen an der Leine auf eine hohe Drehzahl verzichten. In diesem Fall reichen 1.000 U/min völlig aus.
Anschluss an das Warmwassersystem
Das Erhitzen des Wassers benötigt eine große Menge Strom. Leider sind Waschmaschinen dabei nicht so effizient, wie die Warmwasseraufbereitung, die es ansonsten im Haushalt gibt. Daher kann schon mit dem einfachen Anschluss an das Warmwassersystem eine Menge Energie eingespart werden, was bei Geräten neuerer Bauart oft möglich ist.
Achtung: Standby
Auch bei Waschmaschinen kann es einen Standby-Betrieb geben. Dieser tritt vor allem nach Beendigung der vollautomatischen Programme ein. Das sofortige Abschalten sollte daher zur täglichen Routine werden. Sollte sich die Maschine nicht komplett ausschalten lassen, spart der Anschluss an eine Schalterleiste weitere Euro.
Foto: Adreanna Moya, Flickr
1 Kommentar
Preisbewusst - energiebewusst
Gerade in Großstädten gibt es eine Menge Second Hand Läden, in denen man Küchen- und Waschmaschinen kaufen kann. Hier stellt sich eben immer die Frage: Preisgünstig gebraucht kaufen oder teuer energiebewusst kaufen...
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