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Baranek | Mi, 2010-02-10 10:56 | 0 Kommentare | Trackback URL Dämmen

Thermographie am besten im Winter

An einer Immobilie lassen sich Energieverluste durch fehlende Dämmung, Wärmebrücken oder Undichtigkeiten mit einer Infrarotkamera leicht aufspüren. Die besten Ergebnisse liefert eine thermographische Untersuchung, wenn es draußen richtig kalt ist und Dunkelheit herrscht. Deshalb sollte man diese wichtige Grundlage einer energetischen Sanierung am bevorzugt im Winter ausführen lassen.


Die Lecks aufspüren

Eine wirksame Fassadendämmung oder auch die Dichte von Fenstern und Türen sind wesentliche Voraussetzungenfür eine Immobilie mit maximaler Energieeffizienz. Denn die beste, hochwirksame Heizung, vielleicht obendrein unter Einsatz regenerativer Energien, nutzt wenig, wenn die so erzeugte Wärme durch die Ritzen der verzogenen Haustür wieder entweicht. Oder wenn Wärmebrücken, durch bauliche Maßnahmen verursachte Wärmeleiter, die vorhandenen Dämmeffekte aushebeln.

Um diese Lecks aufzuspüren, kommen Infrarotkameras zum Einsatz. Mit dieser auch Thermographie genannten Technik kann die Temperatur von Objekten sichtbar gemacht werden. Auf einem fotoähnlichen Bild werden die Temperaturen von Fassade, Türen, Fenster und Dach angezeigt. Niedrige Temperaturen werden dabei in blauer bis grüner Farbe dargestellt, während höhere Temperaturen durch Abstufungen von rot zu violett symbolisiert werden.

Mit einer solchen Messung lassen sich viele Schwachstellen aufspüren, die dann bei einer Sanierung beseitigt werden können. Nur auf dieser Basis kann klar entschieden werden, ob eine Dach- oder Fassadendämmung notwendig ist, ob Rollladenkästen, nach außen geführte Heizungshalter oder verzogene Fenster einer Überarbeitung bedürfen.


Bevorzugt im Winter

Damit eine Thermographie wirklich die Ergebnisse liefert, die man für eine zielgerichtete Sanierung benötigt, müssen allerdings einige Voraussetzungen erfüllt sein. Am besten funktioniert die Wärmebildkamera, wenn der Temperaturunterschied zwischen dem zu untersuchenden Objekt und der Außenluft so hoch wie möglich ist. 15 Grad sollte er nicht unterschreiten. Außerdem sollte möglichst die Sonne nicht scheinen, denn deren Strahlkraft erwärmt zum Beispiel Dach und Fassade, was die Ergebnisse verfälschen kann. Optimal ist daher für eine thermographische Untersuchung ein kalter, dunkler Nachmittag im Winter, wenn zudem das Haus beheizt wird.


Leistungen und Preise schwanken

Die Preise für eine thermographische Abbildung von Immobilien schwanken in Abhängigkeit vom Umfang des Gutachtens und natürlich der Größe des Objektes. Für ein normales Einfamilienhaus sind Beträge bis zu 500 Euro üblich. Allerdings gibt es in vielen Gemeinden Förderprogramme oder bevorzugte Anbieter, was sich Preis senkend auswirken kann. Es empfiehlt sich daher, vor Ort bei den Verbrauchervereinen oder der Stadtverwaltung entsprechende Auskünfte einzuholen. Vor der Beauftragung ist außerdem eine Preisanfrage bei mehreren Dienstleistern sinnvoll, wobei der angebotene Leistungsumfang sorgfältig geprüft werden sollte.


Fazit

Wer die Wärmesanierung einer Immobilie auf der Grundlage harter Fakten planen will, sollte eine Thermographie des Objektes in der kalten Jahreszeit anfertigen lassen. Die dabei ermittelten Daten über Wärmelecks legen erst die Basis für eine Energieberatung mit Sanierungsempfehlungen inklusive einer Erläuterung der Fördermöglichkeiten.

 

Hier noch ein Video-Fundstück aus dem Web.

Bericht einer westfälischen Zeitung über den Einsatz eines Energieberaters mit Wärmebildkamera.

Link: Thermographie